Ägypten
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Eine
Reise nach Ägypten ist vor allem im Frühjahr und Herbst zu empfehlen, wenn die
Hitze für gemäßigte Mitteleuropäer erträglich ist. Dass dieses
Geschichtsträchtige Land zwischen Sahara im Westen und Rotem Meer im Osten,
zwischen Mittelmeer im Norden und Nasserstausee im Süden, eine Reise wert ist,
daran besteht kein Zweifel. In diesem Land, das immer wieder Ziel von
Forschungsreisenden und Archäologen wurde, gibt es überaus viele
Sehenswürdigkeiten, antike Schätze und einmalige Bauwerke zu bewundern. Und ganz
„nebenbei“ fällt meist auch noch ein kleiner Badeurlaub ab. Es werden von
deutschen Reisebüros zahlreiche Reisen nach Ägypten angeboten, viele davon sind
Kombinationsreisen Kairo – Nilkreuzfahrt - Badeurlaub.
In Kairo, der Hauptstadt des nordafrikanischen Landes, ist neben einer
Stadtrundfahrt, der Besuch des Ägyptischen Museums und der Pyramiden von Giseh
nebst Sphinx zu empfehlen und je nach Buchung auch im Programm enthalten. Für
die Besichtigung von Zitadelle, Mohammed-Ali-Moschee, islamischer Altstadt,
Azhar-Moschee, den Ausgrabungen von al-Fustat sowie der „Totenstadt“ müsste sich
der Ägyptenreisende allerdings mehr Zeit nehmen. Einige Kilometer südlich von
Kairo befinden sich die berühmten Stufenpyramiden von Sakkara.
Die Region entlang des Nils zwischen Kairo und Luxor gilt für Touristen
inoffiziell als Tabuzone, da diese touristisch nicht erschlossen ist und immer
wieder davon abgeraten wird, auf eigene Faust in diesen Gebieten zu reisen.
Überhaupt werden längere Bustouren im Land stets im Konvoi und mit
polizeilicher/militärischer Bewachung vorgenommen.
Die Reise geht also in der Regel in Luxor, der Stadt am Rande der ägyptischen
Stein- und Sandwüste weiter. Sehenswert sind insbesondere der Luxor- und der
Karnak-Tempel, beide befinden sich nur wenige Kilometer voneinander entfernt
locken täglich Tausende Touristen an. Der Karnak-Tempel (11. Dynastie) änderte
in den Jahrtausenden seiner Existenz immer wieder sein Aussehen. In der großen
Anlage sind heute noch Teile der imposanten Säulenhalle, der Widder-Allee sowie
der berühmte Obelisk zu bewundern. Der Tempel wurde Gott Amun geweiht.
In der Zeit des Neuen Reiches entstand der benachbarte Luxor-Tempel. Jährlich
zum ägyptischen Neujahrstag wurde hier das Opet-Fest begangen und Statuen des
Amun, seiner Gattin Mut und des gemeinsamen Sohnes Chons aus Karnak herüber
gebracht. Die heutigen Reste des Tempels wie die Statue Ramses I, die
Säulenhalle und der Säulengang sowie die Sphingenallee erscheinen vor allem
abends, wenn sie angeleuchtet werden, in einem faszinierenden Licht.
Einen weiteren bedeutenden Tempel gibt es auf der anderen Seite des Nils in
Theben West, den Tempel der berühmten Pharaonin der 18. Dynastie, Hatschepsut.
Ihr gelang etwas, was seinerzeit den Männern vorbehalten war, nämlich, ihre
Regierungszeit zu einer echten Glanzzeit zu machen. Der Terrassen-Tempel der
Pharaonin steht direkt vor einer steilen Felswand.
Vater der Hatschepsut war Thutmosis I., dieser fand seine letzte Ruhestätte
unweit des Tempels seiner Tochter, im Tal der Könige, gemeinsam mit vielen
anderen berühmten Herrschern wie Ramses I., Ramses II., Sethos I. und natürlich
Tutenchamun.
Die nächste größere Stadt den Nil hinauf ist Assuan. Wer eine Nilkreuzfahrt
bucht, fährt diese Strecke, vorbei an zahlreichen weiteren Tempelanlagen, die
ihm obendrein erläutert werden. Da wäre der sehr gut erhaltene Horus-Tempel in
Edfu (erbaut ab 237 vor Christus), der Tempel des Sobek in Kom Ombo sowie der
Tempel der Isis auf der Insel Philae bei Assuan. In der Stadt, in welcher Agatha
Christie ihren „Tod am Nil“ schrieb, werden Felukkenfahrten rund um die Insel
Elephantine und den Botanischen Garten angeboten sowie der Besuch eines
nubischen Dorfes. Eine rund vierstündige Busreise führt in das berühmte Abu
Simbel am Nasserstausee, wo die riesigen Statuen von Ramses II. dem „kleinen“
Betrachter Respekt einflößen. Auf der Rückfahrt wird zumeist ein Stopp an der
riesigen Staumauer eingelegt.
Sharm el Sheik und Hurghada sind die beliebtesten Badeorte Ägyptens am Roten
Meer. Während Hurghada, an der Westküste des Meeres gelegen, nicht allzu viele
Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, weshalb sich der Tourist ganz aufs Baden und
Schnorcheln konzentrieren kann, gehen von Sharm el Sheik aus unter anderem
Touren zum Mosesberg und dem Katharinen-Kloster.
Die Stadt liegt im Süden der Halbinsel Sinai. Hier gibt es wie in Hurghada
mittlerweile zahlreiche Hotels. Unweit von Sharm el Sheik entstand sogar ein
reiner Urlaubsort namens Naama, hier finden sich ein wunderschöner Strand und
tolle Korallenriffe. In Sharm el Sheik kann die arabische Altstadt besichtigt
werden.
Das berühmte Katharinen-Kloster befindet sich zirka 150 Kilometer nordöstlich
von der Stadt entfernt. Das Kloster liegt ziemlich einsam zwischen den höchsten
Bergen der Halbinsel, dem Katharinenberg (2642 Meter) und dem Mount Sinai
(Mosesberg, 2285 Meter), auf dem Moses von Gott die zehn Gebote erhalten haben
soll, mitten in einem Granitgebirge. 15 Meter hohe dicke Mauern umgeben die
Anlage.
Die Bustouren von Sharm el Sheik aus starten am späten Abend, die Touristen
erleben dann den Sonnenaufgang auf den Mosesberg nach einem zwei- bis
dreistündigen Fußmarsch. Im Anschluss können sie sich das Kloster anschauen.
Sehenswert auf dem Sinai ist außerdem ein Naturschauspiel im Coloured Canyon.
Hier wechselt das Gestein im Sonnenlicht die Farben, das heißt, bei
Sonnenuntergang fasziniert ein einmaliges Wechselspiel der Farben auf den
Sandsteinschichten. Von Sharm el Sheik aus werden auch Kamelsafaris zu
Beduinenstädten und Nationalparks angeboten.
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