Kreuzfahrten: Hausboot
Bretagne
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Die Bretagne ist eine der ursprünglichsten
Regionen Frankreichs. Der Stolz auf Traditionen, auf seit
Generationen überlieferte Bräuche und Mythen, die auf keltische
Ursprünge zurückgehen, sind unweigerlich mit dem Namen verbunden.
Die Hauptwasserwege bilden der Fluss Vilaine, der von der Nordküste
nach Süden Richtung Nantes fließt und zwei Kanäle, der
Nantes-Brest-Kanal und der canal du Blavet, der in den
Atlantik übergeht. Die Flüsse sind leicht zu navigieren, weshalb
sich die Fahrten auch für Einsteiger sehr gut eignen.
Vom Norden auf der Vilaine entlang werden großteils flache
Landschaften passiert. Eine, Erkundung des Umlandes mit dem Fahrrad
bietet sich deshalb nicht nur für Sportfreunde an. In Dinan steht
eine markante Festung, die auf das 13. Jahrhundert zurückgeht. Auch
Rennes, die Hauptstadt der Bretagne, liegt auf dem Weg. Kurz vor der
Mündung der Vilaine in den Nantes-Brest-Kanal steht ein original aus
dem 16. Jahrhundert erhaltener Bauernhof.
Die Stadt Redon, direkt an der Mündung gelegen, wird wegen ihres
Stadtbilds auch „Klein Venedig“ genannt. Wasserwege durchziehen die
ganze Stadt und werden von zahlreichen Brücken überspannt. Am
südlichen Ende des Kanals liegt Nantes, die historische Hauptstadt
der Bretagne. Die heimelige Altstadt, die große Kathedrale und das
beeindruckende Schloss zeugen von der Vergangenheit als Sitz der
Herzöge der Bretagne.
Von Redon Richtung Nordwesten führt der Kanal vorbei an kleinen
Dörfern mit engen Gassen, Häusern mit Schieferdächern und weiten
Landschaften. Eine Station sollte in La Gacilly, dem
„Handwerkerdorf“ eingelegt werden, um die Werke der berühmten
Kunsthandwerker, Kunsttischler und Maler zu bewundern. Weiter
nördlich wartet Josselin mit seinem bekannten Schloss Rohan auf
einen Besuch. Es lädt zu einem Spaziergang durch den
mittelalterlichen Stadtkern mit den gut erhaltenen Fachwerkhäusern
ein.
Ein besonderer Höhepunkt aller Landstationen sind die Gaststätten,
in welchen regionale Spezialitäten gekostet werden sollten:
gegrillter Hummer, Austern, Hecht in weißer Butter, Cotriade
(ein Fischgericht) und nicht zu vergessen die typisch bretonischen
Crêpes oder ihre würzige Variante: die Galettes aus
Buchweizenmehl. Dabei darf natürlich das Nationalgetränk Cidre
nicht fehlen.