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Die USA - mit dem Mietwagen von Küste zu Küste

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USA, United States, Land der unbegrenzten Möglichkeiten, Amerika – es gibt viele Bezeichnungen für diesen Kontinent zwischen zwei Ozeanen, und für viele Urlauber ist dieses Land das Reiseziel Nr. 1. Die Nord- und Südgrenze der USA trennen ca. 2.500 km, und die Entfernung von der Ost- zur Westküste beträgt rund 4.500 km mit vier verschiedenen Zeitzonen und den unterschiedlichsten Klimaten, vom arktischen Klima in Alaska bis zum Tropenklima Floridas.

Die meisten USA-Touristen erfüllen sich einen Traum und „erfahren“ das Land von Küste zu Küste mit einem Mietauto; dafür sollte man jedoch etwas Zeit mitbringen, 4 Wochen sind das Minimum, besser wären 8 Wochen, um möglichst viele Eindrücke in den verschiedenen Regionen zu gewinnen. Der große Vorteil bei Mietwagen ist, dass man völlig individuell unterwegs sein kann und an keine feste Strecke gebunden ist. Es empfiehlt sich, das Auto bereits vorher im Reisebüro zu buchen, da dies erheblich billiger ist; neben Nichtraucher-Autos werden auch Wagen für Behinderte angeboten. Bei einer Buchung vor Ort ist ein nationaler Führerschein (kein DDR-Führerschein), der Reisepass und das Rückflugticket notwendig; einige Vermieter fordern ein Mindestalter von 21 Jahren. Die Fahrzeugausstattung umfasst in der Regel Automatik-Getriebe, Klimaanlage, Radio und Airbag; durch die Einweg-Miete ist es möglich, dass man Autos nicht direkt am Mietort zurück geben muss.

Hat man seinen Mietwagen abgeholt, steht der Freiheit auf den Straßen Amerikas nichts mehr im Wege, außer den strengen Tempolimits. Auf den Interstate Highways gelten je nach Staat max. 75 mph (miles per hour, = 121 km/h), auf State Highways 55 mph und in Ortschaften 25-30 mph (= 40-48 km/h); vor Schulen sind 15 mph vorgeschrieben. An Kreuzungen ohne Ampelregelung gilt nicht rechts vor links, sondern wer zuerst da ist, der darf als erster fahren; wie in Deutschland herrscht auch hier Gurtpflicht und außerdem ist absolutes Alkoholverbot am Steuer, auf mehrspurigen Straßen kann man rechts überholen. Gelbe Schulbusse mit blinkender Warnanlage dürfen nicht passiert werden, auch nicht vom Gegenverkehr.

Die Straßen in den USA werden durch Nummern gekennzeichnet; es gibt Freeways (Autobahn), Interstates bzw. US-Highways (Bundesstraße), State Highways (Landstraße) und zumeist unbefestigte County-Roads (Kreisstraße). Die Interstates sind transkontinentale Verbindungen, gerade Nummern verlaufen in E-W-Richtung (Hauptlinien enden auf „0“), ungerade Nummern sind N-S-Richtungen (Hauptlinien enden auf „5“); einige Teilstücke der Interstates und oftmals auch Brücken oder Tunnels sind gebührenpflichtig (Kleingeld bereithalten). Nach der Gewöhnung an die etwas anderen Verkehrsverhältnisse bleibt nur noch ein Problem: das Tanken. Es ist in den USA unüblich, erst zu tanken und dann zu bezahlen; entweder man zahlt vorher bar die gewünschte Menge Benzin oder mit Kreditkarte (teilweise werden auch EC-Karten akzeptiert). Die Mietwagen werden normalerweise mit „regular“ (= Normal bleifrei) betankt; vor dem eigentlichen Tanken muss aber noch ein Hebel („noozle“) an der Zapfsäule oder -pistole betätigt werden. In den Staaten New Jersey und Oregon ist es allerdings gesetzlich verboten, dass Autofahrer selbst tanken, das erledigt hier ein Tankwart. In ländlichen Gegenden sollte man übrigens bereits dann tanken, wenn die Anzeige bei ¼ steht; Tankstellen sind hier oftmals selten und vor allem auch nachts geschlossen.

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase wird eine Fahrt durch Amerika mit dem Auto sicher zu einem unvergesslichen Erlebnis; auch das Übernachten unterwegs ist kein Problem, an den großen Straßen gibt es überall Motels. Eine sehr schöne Tour beginnt in den Neuengland-Staaten im Nordosten mit der sehenswerten Laubfärbung des „Indian Summer“; weiter geht es nach Süden durch Metropolen wie Boston, New York, Philadelphia und Washington zu den weißen Stränden Floridas und den Baumwollfeldern von New Orleans am Golf von Mexiko. Den Mississippi („Ol` Man River“) stromaufwärts durchquert man die weiten Ebenen des Mittleren Westens bis zu den Großen Seen an der Grenze zu Kanada mit den berühmten Niagarafällen. Nach Westen folgen die Rocky Mountains mit den Skigebieten bei Denver und Boulder und einer Vielzahl von Nationalparks und Naturmonumenten wie Yellowstone-Park, Grand Canyon, Monument Valley oder Death Valley; natürlich darf ein Besuch in Las Vegas nicht fehlen. Über die Sierra Nevada erreicht man die kalifornischen Strände am Pazifik mit den Metropolen San Francisco und Los Angeles; dies alles ergibt den „American Dream“, den man am liebsten gleich noch einmal träumen möchte.