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Reisebericht Rom - Rom Reisen

Reiseangebote für Rom

RomVom 31.10.09 bis zum 4.11.2009 besuchte ich zum ersten Mal die italienische Hauptstadt Rom. Vor der Städtereise nach Rom  hatten wir uns  die Reiseführer von Dumont gekauft, besonders den kleinen Dumont direkt mit der Straßenkarte von Rom fanden wir sehr praktisch.
Es ist nur etwas ärgerlich dass die Sehenswürdigkeiten Roms alle in italienischer Sprache aufgeführt sind; das erleichtert das Auffinden von einzelnen Sehenswürdigkeiten nicht unbedingt, da einem ja oft nur der deutsche Name ein Begriff ist. In Rom in unserem Hotel haben wir dann aber zwei Bücher erworben die uns persönlich auch sehr gut gefallen haben. Zum einen ein kleines  Buch mit Rekonstruktionen für 12,-- Euro und dann noch einen Reiseführer für Rom und den Vatikan für 7,-- Euro. Beides vom Lozzi Roma Verlag, leider sind diese Bücher anscheinend in Deutschland nicht erhältlich. Ich denke aber dass jedes gute Hotel diese Bücher in Rom verkauft.

Mit der Lufthansa ging unser Flug von München aus nach Rom-Fiumicino zum Internationalen Flughafen Rom Leonardo da Vinci. Wir landeten planmäßig um 12.00 Uhr in Rom, aber die Ausgabe des Gepäcks dauerte sehr lange, so dass unser im voraus über das Internet gebuchter Shuttleservice sehr lange warten musste. Die Fahrt in das direkt im Zentrum gelegene Hotel dauerte 45 Minuten. Wir hatten Zimmer im Hotel River Palace in der Via Flaminia gebucht, das Hotel hatte bei allen Hotelbewertungs-Seiten sehr gute Noten erhalten. Wir können die guten Bewertungen nur bestätigen. In unmittelbarer Nähe zum Piaza del Popolo ist es ein idealer Ausgangspunkt für die Erkundung der Stadt Rom. Der U-Bahnhof Flaminia ist nur ca. 100 m vom Hotel entfernt. Der Service des Hotels ist sehr gut, das Frühstücksbuffet lässt keine Wünsche offen. Vom frischen Obst bis zu gebratenen Speck ist alles da. Vor allem die vielen kleinen süßen Gebäckteile sind sehr lecker. Leider gibt es im Hotel nur Frühstück. Dafür ist ab Mittag eine kleine Bar geöffnet an der es Kaffee, Kakao alkoholische und nichtalkoholische Getränke in großer Auswahl gibt. Die Preise sind in Ordnung und von 18.00 bis 21.00 Uhr ist täglich Happy Hour und alle Getränke kosten nur die Hälfte. An der Bar stehen immer kleine Schüsselchen mit verschiedenen Nüssen, Chips und Oliven, außerdem Platten mit kleinen Sandwichs und Obstspieße. Die kleinen Naschereien sind kostenlos und werden immer nachgefüllt. Es stehen extra Schälchen bereit damit sich der Gast etwas davon mit an den Tisch nehmen kann. Wenn wir einmal wieder nach Rom kommen, werden wir auf jeden Fall wieder in diesem Hotel wohnen.
Weitere Informationen zum Hotel River Palace

Da wir schon in der Früh nach Rom geflogen waren begannen wir bereits am ersten Tag am Nachmittag mit unserer Besichtigungstour durch Rom. Wir waren zwei Familien mit Kindern.
Beide Kinder, oder besser Jugendliche, die mit uns Rom besichtigten, haben in der Schule das dritte Jahr Latein und von daher einiges an Vorwissen über die alten Römer. Sie waren begeistert, die Stadt „ihrer“ Römer nun selbst erkunden zu können und fanden immer Stellen die sie bereits auf Bildern in ihren Lateinbüchern gesehen haben und konnten das theoretisch erworbene Wissen nun mit der Realität in Rom verknüpfen. Hier wurde die tote Sprache Latein auf einmal lebendig, die Möglichkeit Latein auf Tafeln, Bildern und Mosaiken zu lesen ist in Rom schier unendlich.  Da einer unserer Mitreisenden Kunstgeschichte studiert und schon öfter in Rom war, hatten wir außerdem unseren eigenen Reiseleiter dabei. Alle bekannten Kirchen und Ausgrabungen in Rom sind aber mit Audioguide  ausgestattet und es stehen auch immer Fremdenführer bereit, die ihre Dienste anbieten. Sehr interessant wird der Besuch der alten Ruinen, wenn man Bücher mit Bildern von Rekonstruktionen mitnimmt. Bei uns im Hotel wurden kleine Bücher angeboten in denen die wichtigsten Ausgrabungen kurz erläutert wurden. Zu jedem Foto einer Ruine gab es eine Seite zum darüber legen, auf der man sehen konnte, wie es früher aussah. Das macht alles viel anschaulicher und man bekommt eine Vorstellung von der früheren Größe und Schönheit der Gebäude. Wir hatten zusätzlich zu den kleinen Popup-Büchern noch ein Buch mit sehr detaillierten Zeichnungen dabei. Gerade die Kinder waren begeistert davon; damit wird eine einzelne Säule zu einem Tempel und der Torbogen daneben wieder zu Basilika.

Trevi Brunnen RomUm 15.00 Uhr machten wir uns also auf den Weg zum benachbarten Piaza del Popolo. Der Platz war früher am nördlichen Rand der Stadt und wird heute als Bühne für Veranstaltungen genutzt. In der Mitte des Platzes ist ein Brunnen und ein großer Obelisk. Der Platz öffnet sich strahlenförmig in drei Straßen, davon ist die mittlere Straße, die Via del Corso, zum Teil als Fußgängerzone ausgebaut und wird von vielen Läden gesäumt. Hier kann man schön bummeln und findet viele Restaurants und Bars. Uns führte der Weg aber zuerst auf die über dem Piaza del Popolo gelegene Aussichtsplattform des Monte Pincio am Rand der Gärten der Villa Borghese. Der Weg geht vom Piaza aus über Stufen und in Serpentinen geführten  Fußwegen direkt zur Aussichtsterrasse. Von dort hat man einen weiten Blick über Rom, bis hinüber zum Vatikan. Wir sind dann am Rand der Gärten bis zur Spanischen Treppe gelaufen. Kurz vor der Spanischen Treppe haben wir dann einen Kaffee für 5,-- Euro getrunken, aber dafür mit herrlichem Ausblick. Der Kaffee war gut und sein Geld auch wert, die gekauften Snacks ( Pizza und Sandwichs) waren jedoch ungenießbar und nur für den Mülleimer geeignet. Der Vorteil wenn man vom Monte Pincio zur Spanischen Treppe läuft ist, dass man diese dann heruntergehen kann und so einen schönen Blick über die Treppen hat. Von der Spanischen Treppe ging unser Weg dann weiter zum berühmten Trevi  Brunnen. Auch wenn man den Brunnen natürlich schon oft auf Bildern und in Filmen gesehen hat ist es doch beeindruckend die schönen Figuren aus der Nähe betrachten zu können. Natürlich haben wir auch ein Geldstück mit der linken Hand über die rechte Schulter in den Brunnen geworfen. Da am Trevi Brunnen angeblich die beste Eisdiele Roms ist, haben wir uns hier noch eine Stärkung gekauft und sind dann weiter in Richtung Pantheon. Der Pantheon ist neben dem Colosseum wohl eines der eindrucksvollsten Bauwerke der römischen Antike, erbaut wurde er ca. 80 n. Chr. In den Kuppelbau würde eine Kugel mit 43,3 m Durchmesser passen. Die obere Hälfte der Kugel entspricht somit der gewaltigen Kuppel. In der Mitte des Kuppeldaches ist ein Kuppelauge mit 9 m Durchmesser. Durch dieses Auge fällt Licht in die große Halle. Dadurch, dass das Pantheon seit dem Jahr 609 als Kirche genutzt wird, ist es sehr gut erhalten. Da das Pantheon als Kirche den Märtyrern geweiht wurde, wurden viele Gebeine von Märtyrern aus den Katakomben in das Pantheon gebracht. Auch heute noch wird das Pantheon als Kirche genutzt, während der Gottesdienste ist das Gebäude deshalb für Besichtigungen gesperrt.

PantheonLeider wurde auch aus dem Pantheon Material für den Petersdom entnommen. So wurde zum Beispiel aus der aus Bronze bestehenden Verzierung der von Bernini gebaute Hochalter aus Bronze im Petersdom.  Dazu gibt es von einem anderen Künstler einen Lateinischen Spruch „ Quod non fecerunt barbari, fecerunt Barberini.“ Was bedeuten soll – „Was die Barbaren nicht zerstört haben, zerstört Bernini.“ Im Pantheon sind auch die Gräber Italienischer Könige und das Grab des berühmten Malers Raffael.  Vor dem Pantheon, auf dem Piazza della Rotonda ist ein schöner kleiner Brunnen mit einem der vielen Obelisken in Rom. Alle aus Ägypten eingeführten Obelisken wurden von der Kirche exorziert, da sie ja mit heidnischen Symbolen versehen waren. Darum sind auch auf fast allen Obelisken an der Spitze Kreuze angebracht. Dies war das Zeichen dafür, dass die heidnischen Geister ausgetrieben waren. Vom Pantheon aus ging es dann weiter zum Piazza Navona. Früher war an der Stelle des Platzes das Stadion von Kaiser Domitian (80 n.Chr.) Die Form des großen Stadions, in dem damals Platz für 30.000 Zuschauer war, ist auch heute noch erkennbar. Auf dem Piazza Navona stehen heute drei Brunnen; in der Mitte der große Vier-Ströme Brunnen von Bernini. Der Name bezieht sich auf die vier Figuren, von denen jeder für einen der damals bekannten Kontinente stehen. Von der Piazza Navona aus ging es dann wieder Richtung Piazza del Popolo.  Um 19.00 Uhr waren wir in der Pizzeria Re, eine Pizzeria  die im Moment absolut in ist in Rom. Keine edle Adresse sondern ein gut bürgerliches Lokal wo man schnell mal eine gute Pizza essen kann. Wer nicht reserviert hat sollte aber zur Öffnungszeit um 19.00 Uhr da sein, später stehen die Leute oft lange an und warten auf einen Tisch. Die Pizzen waren gut und die Preise absolut im Rahmen. Nach einem gemütlichen Schlummertrunk an unserer Hotelbar war der erste Tag in Rom auch schon vorbei.

Tempel in OstiaUnseren zweiten Tag wollen wir ganz in Ostia Antica verbringen. Mit U-Bahn und Bahn dauert die Fahrt nach Ostia Antica ca. 45 Minuten. Wenn man 3 ganze Tage in Rom ist lohnt sich die Anschaffung des Roma-Passes. Dieser berechtigt einem unter anderen alle öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Den Roma Pass gibt es aber nur für Erwachsene, für die Kinder haben wir Tageskarten für die öffentlichen Verkehrsmittel gekauft, diese haben jeweils 4,-- € gekostet. Beim Roma-Pass sind die ersten zwei Eintritte frei, die weiteren dann ermäßigt. Angeblich gibt es auch extra Schalter zum Ticketkauf für Besitzer des Roma-Passes an denen die Schlange dann deutlich kürzer ist. Da wir aber zum Glück nirgends anstehen mussten, können wir das nicht beurteilen. Der Kauf lohnt sich aber immer, da alleine die Tageskarten für die Bahnen und der Eintritt ins Colosseum und Forum Romanum schon den Kaufpreis aufwiegen. Der Roma Pass gilt aber nicht im Vatikan und in den Kirchen. Der Eintritt in die Kirchen ist natürlich grundsätzlich frei, aber sobald man das eigentliche Kirchenschiff verlässt, z.B. Kreuzgang, Gräber, Untergeschoß, wird Eintritt verlangt.

Amphitheater OstiaSo fahren wir also mit der U-Bahn Linie A bis zum Umsteigebahnhof Termini, dort dann mit der U-Bahn Linie B bis zur Haltestelle Piramide. An der Haltestelle Piramide gibt es tatsächlich eine kleine Pyramide zu sehen. Diese wurde 11 v.Chr. vom Prätor Cestius als Grabmal errichtet, da die Ägyptische Kultur damals in Rom gerade groß in Mode war. Über Cestius ist nicht sehr viel bekannt aber seine Pyramide hat ihn berühmt gemacht. Auch wenn sie neben  den großen Pyramiden in Ägypten eher klein ist, so ist sie mit einer Höhe von 36,4 m und den Seitenlängen von 29,5 m durchaus ein imposantes Bauwerk. Man muss also nicht unbedingt nach Ägypten, um eine echte Pyramide zu sehen. Wir besichtigten dieses Bauwerk aber nur aus der Entfernung und stiegen in den hier beginnenden Zug nach Ostia ein. Im Sommer ist dieser Zug immer sehr überfüllt, da er die Verbindung für die Römer zu ihrem Stadtstrand in Ostia ist. Bei Badewetter drängen sich hier also viele Menschen mit Badetaschen und Badematten beladen und die eigentlich kurze Zugfahrt nach Ostia Antica kann sehr anstrengend werden. Jetzt im November sind natürlich keine Badegäste im Zug und wir fahren bequem ca. 30 Minuten bis zur Haltestelle Ostia Antica. Die Antike Hafenstadt Ostia liegt heute ca. 1,5 km vom Meer entfernt. Auf dem Gelände des ursprünglichen Hafens von Ostia Antica liegt heute in Fiumicino der internationale Flughafen von Rom, der Leonardo da Vinci Airport.  So ist aus dem Seehafen der antiken Römer, der Flughafen der modernen Römer geworden.  Vom Bahnhof Ostia Antica sind es noch ca. 10 Minuten zu Fuß bis zum Beginn der Ausgrabungen. Ostia, der Name kommt vom lateinischen ostium = Mündung,  lag an der Mündung des Tiber. Alle Versorgungsschiffe für Rom kamen hier an, alle Schiffe die nach Rom wollten mussten hier vorbei. Damit hatte Ostia eine große Bedeutung als Versorgungsstation und Militärstation für Rom. Zur Blütezeit der Stadt wohnten hier 100.000 Menschen. Gegründet wurde Ostia im 5. Jh. vor Christus. Da der Tiber seinen Lauf änderte, wurde die Stadt zwischendurch immer wieder verlegt. Der erste Hafen war bald zu klein und es wurde ein neuer, großer Hafen gebaut in dem auch große Schiffe ihre Fracht ausladen konnten. Der Hafen von Ostia hatte einen Leuchtturm der weithin im Meer zu sehen war. Durch die zunehmende Verlandung wurde das heutige Ostia Antica ca. im 2.Jh. nach Christus aufgegeben. Die Stadt wurde aufgegeben und die Häuser der Natur überlassen. Natürlich wurde viel Baumaterial entnommen und vor allem die reichhaltigen Marmorverzierungen sind fast vollständig verschwunden. Dafür sind noch viele sehr eindrucksvolle Bodenmosaike erhalten.  Ein guter Teil vom Marmor aus Ostia Antica ist auch im Petersdom wieder zu finden. Da aber noch sehr viel von den Mauern erhalten ist, bekommt man in Ostia Antica einen guten Eindruck von der Größe der damaligen Stadt und wie so eine Stadt im antiken Rom strukturiert war. Das gesamte Grabungsareal umfasst ca. 100 ha.
Mosaik in OstiaWir waren den ganzen Tag in Ostia und haben uns die Stadt nach und nach erschlossen. Waren die Kinder anfangs noch enttäuscht da eben überwiegend nur noch schmucklose Ruinen stehen, so sind sie nach und nach immer mehr in die Geschichte der alten Stadt eingetaucht, von den Gräbern, zu den Märkten, zur großen Therme, zu Tempeln, das Theater, die Lagerhallen, Wohnhäuser, die Feuerwehr, die Kasernen. Unser Reiseleiter hat die alte Stadt wieder zum Leben erweckt. Zum Schluss hatten die Kinder „ihre Häuser“ entdeckt und verteilten die Zimmer an die Familienmitglieder. Es empfiehlt sich auf jeden Fall in Ostia einen ortskundigen Führer zu haben, der auch genug Hintergrundwissen zur damaligen Zeit vermitteln kann. Wir waren insgesamt 6 Stunden in den Ausgrabungen unterwegs und haben doch nicht alles gesehen. Mittags haben wir im Selbstbedienungsrestaurant beim Museum Pause gemacht, hier gibt es auch einen Laden mit den üblichen Andenken. Das Museum liegt ungefähr in der Mitte des Ausgrabungsareals. Im Restaurant kann man einfache Gerichte, Sandwichs, Snacks und Getränke kaufen, die Preise sind nicht unbedingt günstig, aber noch im normalen Bereich.  Am Abend besuchten wir dann noch ein Restaurant im Viertel Trastevere. Hinzu fuhren wir mit der Straßenbahn, zurück ging es dann zu Fuß über die Tiberinsel und vorbei am Theater des Marcellus und durch das jüdische Viertel von Rom. Das Theater des Marcellus ist das einzige intakt gebliebene antike Theater Roms. Wir konnten es aber nur von außen besichtigen. Auf den unteren beiden Stockwerken des Theaters wurden einfach Wohnhäuser gebaut, die auch heute noch bewohnt sind.

Am dritten Tag wollten wir Italien kurz verlassen, es ging in den Vatikan. Seit 1929 ist die Vatikanstadt ein eigener Staat. Wann wir die Grenzen dieses Staates genau überschritten haben, können wir nicht sagen, da es keine für uns erkennbare Grenze gab. Bei der Fahrt vom Flughafen zum Hotel waren wir bereits an der Audienzhalle vorbeigefahren und von der Aussichtsplattform auf dem Monte Pincio haben wir auch schon die Kuppel des Petersdomes bewundert. Nun wollten wir den Staat Vatikan und seine berühmten Gebäude aber genauer betrachten und natürlich auch das Vatikanische Museum mit der Sixtinischen Kapelle. Von unserem Hotel aus gingen wir zu Fuß am Tiber entlang zum Vatikan, an der Engelsburg und der Engelsbrücke vorbei. Die Engelsburg haben wir nur von außen betrachtet. Auf dem Weg zum Petersdom fiel unserem „Fremdenführer“ dann ein, dass er noch ein Taschenmesser im Rucksack hat. Taschenmesser und sonstige Waffen, Messer usw. sind im Petersdom verboten. Es finden Sicherheitskontrollen wie auf einem Flughafen statt. Da er schon erlebt hatte, wie Touristen, die ein Taschenmesser dabei hatten, weggeschickt wurden und sich dann ohne Messer noch mal anstellen mussten, suchten wir erstmal einen geeigneten Blumenkübel vor einem Restaurant in dem er das Messer dann so unauffällig wie möglich versteckte. Es war am Ende des Tages tatsächlich noch da.  Nachdem wir also unsere gefährliche Waffe entsorgt hatten, stellten wir uns in der langen Reihe an, die um den halben Petersplatz ging. Zuerst durchzuckte uns beim Anblick der langen Schlange kurz der Gedanke ob wir uns das wirklich antun wollen, aber wir waren ja nicht nach Rom geflogen um dann kurz vor dem Petersdom zu kapitulieren. Also rein in die Schlange und anstehen. Es ging aber dann sehr schnell vorwärts und nach ca. 20 Minuten waren wir schon am Eingang vom Petersdom.  Die ursprüngliche Basilika wurde von Konstantin über dem Grab des Hl. Petrus errichtet. Die Kirche, die wir heute sehen, wurde von 1447 bis 1621, also in 176 Jahren Bauzeit errichtet. In dieser langen Zeit haben viele berühmten Architekten und Künstler ihren Anteil an diesem imposanten Bauwerk beigetragen. Beherrscht wird die große Basilika von der riesigen Kuppel, die Michelangelo geplant und begonnen hat. Das Kreuz auf dem Kuppeldach ist in 136 m Höhe. Nur die Kuppel alleine ist 92 m hoch und hat einen Durchmesser von 42 m. Der Petersplatz vor dem Petersdom ist einzigartig. Er beeindruckt nicht nur durch die Größe ( 240 m breit und 340 m lang)  sondern vor allem vom architektonischen Zusammenspiel von Platz, Säulengang und Basilika. Vor einem die Vatikanische Basilika, an den Seiten die beiden halbkreisförmigen Säulengänge von Bernini. Auch die Statuen die die Säulengänge schmücken sind von Bernini entworfen. In der Mitte des Platzes steht ein großer Obelisk, der früher im Circus des Neros stand. Im September 1586 wurde der Obelisk von 900 Männern aufgerichtet, flankiert wird der Obelisk von zwei Brunnen.

Der Petersdom im Vatikan innenAls wir den Petersdom betreten haben hat uns seine Größe zuerst einmal fast erschlagen. Da steht man nun und weiß eigentlich nicht wo man hinschauen soll, wohin gehen – man fühlt sich regelrecht verloren in dieser riesigen Basilika. So sind wir erstmal eine Weile stehen geblieben und haben staunend in alle Richtungen geschaut. Langsam haben wir uns dann nach vorne gearbeitet bis zur Gregorianischen Kapelle auf der rechten Seite. Von dort zur Statue des hl. Petrus die rechts vor dem Mittelschiff steht. Als wir den Petersdom besuchten, war er ab dem Mittelschiff abgesperrt, da im vordersten Teil der Kirche gerade ein Gottesdienst stattfand. Es ist alles mit einem Seil abgesperrt und nur ein paar Durchgänge werden von Herren in schwarzen Anzügen bewacht. Eine zeitlang schauten wir nur aus der Entfernung am Bronzebaldachin von Bernini vorbei  und beobachteten die Messe. Der ganz vorne in der Basilika stehende Stuhl des Petrus, ein beeindruckendes Werk von Bernini, ist von hier aus kaum zu erkennen. Als wir bemerkten, dass durchaus Leute an den Wachposten vorbei in den vorderen Teil des Kirchenschiffes gehen durften, wenn sie am Gottesdienst teilnehmen, beschlossen wir, genau dies zu tun. Mit einem gemurmelten „heilige Messe besuchen“ gingen wir ruhig durch die Absperrung und konnten leise den beeindruckenden Baldachin aus Bronze bewundern. Er ist riesig und wunderschön, mich störte jedoch, dass dafür die Bronzeverzierungen aus dem Pantheon zerstört wurden. Irgendwie kann ich deshalb keine große Bewunderung für dieses Meisterwerk aufbringen. Am Baldachin vorbei gingen wir dann zu den Kirchenbänken im vordersten Teil der Basilika und nahmen an der Messe teil. Die Messe wird auf Lateinisch gehalten, es singt ein Chor und das prunkvolle Kirchenschiff rundherum lassen den Besuch zu einem ganz besonderen Gottesdienstbesuch werden. Wenn man bedenkt das der Gottesdienst in einem ganz kleinen Teil der Vatikanischen Basilika stattfindet und dieser Teil mindestens so groß ist, wie die Kirche zuhause, dann bekommt man noch mal eine Vorstellung von den ungeheuren Dimensionen dieses Bauwerkes. Die Messfeier war schon fast am Ende angelangt, als die hl. Kommunion ausgeteilt wurde. Wie beschlossen, die einmalige Gelegenheit wahrzunehmen und gingen zur Kommunion. Die Hostien werden von 3 Bischöfen gleichzeitig verteilt, neben jedem Bischof steht ein Wachmann. Als unsere Tochter die Hostie in die Hand nimmt und sich umdrehte, kam sofort der Wachmann zu ihr und bedeutete ihr, die Hostie sofort zu essen. Es wird also streng darauf geachtet dass mit dem heiligen Brot kein Unfug getrieben wird. Nach dem Ende des Gottesdienstes besichtigten wir noch die linke Seite des Petersdomes und stellen uns dann an, um auf die Kuppel des Petersdomes zu kommen. Es gibt zwei Möglichkeiten, entweder alles zu Fuß – also ca. 520 Treppen, oder den ersten Teil bis auf das Dach der Basilika mit dem Lift und dann noch 320 Treppen bis auf die Kuppel. Wir entscheiden uns für die Variante mit dem Lift, 320 Treppen sind mehr als genug. Der Lift brachte uns also bis auf die Höhe des Daches. Nach dem Lift geht man im Inneren des Petersdomes ein Stück entlang bis zum Beginn der Treppe. Auf dieser Balustrade, die von unten nicht zu sehen war, hat man einen atemberaubenden Blick hinunter in die Basilika. Wer Höhenangst hat sollte sich allerdings lieber an der Wand entlang laufen, da man hier erst sieht wie hoch schon die Basilika  alleine ist, ohne die Kuppel. Dann geht es die 320 Stufen aufwärts, nichts für Menschen mit Platzangst oder zu großem Leibesumfang. Das Treppenhaus ist zum Teil sehr eng, teilweise geht es auch in Schräglage auf die Kuppel hinauf. Die Kuppel ist nun mal nicht gerade, also gibt es auch keine geraden Treppen. Der Ausblick von der Spitze der Kuppel entschädigt einen aber für die Mühen. Auf einer kleinen Balustrade kann man rundherum gehen und den Blick über ganz Rom schweifen lassen. Vor allem sieht man von hier oben sehr gut auf die Gebäude und Gärten des Vatikanstaates herab. Vor allem der eigene kleine Bahnhof und die schönen Gärten mit Teichen und Grotten haben den Kindern gefallen. Wir blieben lange auf der Kuppel, bevor wir wieder 320 Treppen nach unten stiegen. Die Treppen auf die Kuppel sind zum Glück Einbahnstraßen. Es gibt zwei ( vielleicht  auch mehr) Treppenhäuser die hinaufführen. Die Touristen gehen auf der linken Treppe nach oben und auf der rechten Treppe geht es abwärts. Die Treppen enden dann direkt auf dem Dach des Hauptschiffes; hier sind kleine Gebäude mit Läden, in denen man Andenken und Postkarten kaufen kann. So kauften wir also Geschenke für die Omas und Tanten direkt auf dem Dach des Petersdomes bei freundlichen Nonnen. Die Preise sind überraschend günstig. Hier beginnt auch wieder der Lift, aber abwärts schaffen wir die 200 Treppen auch noch. Unten angekommen überlegen wir ob wir noch die Papstgräber besichtigen oder gleich zu den Vatikanischen Museen gehen. Da die Zeit schon knapp wird beschließen wir die Gräber erstmal auszulassen, vielleicht haben wir später noch Zeit dafür.

Vatikanische GärtenDer Eingang zum Vatikanischen Museum liegt ca. 10 Minuten zu Fuß vom Petersplatz entfernt. Da hier oft lange Warteschlangen sind haben wir vorsichtshalber bereits per Internet Karten gekauft, diese Kosten dann 4,-- Euro mehr je Person, aber man muss nicht anstehen. Wir kommen aber völlig ohne Warteschlangen bis zum Eingang des Museums und auch im Museum vor den Kassen ist fast niemand. Die Öffnungszeiten des Museums im November sind erst seid kurzem auf den Nachmittag verlängert worden. So wie es aussieht haben die Reisegruppen diese Änderung noch nicht in ihr Programm aufgenommen. Wir betreten also ein fast leeres Museum, wobei es immer noch genug Menschen sind. Normalerweise wird man wohl durch die Räume mehr durchgeschoben, als das man frei laufen kann. Wir können uns in aller Ruhe dorthin bewegen wo wir hinwollen, es ist auch kein Problem wieder zurückzugehen, keine Drängelei, kein Geschiebe. Auch wenn wir unsere 4,-- Euro Zuschlag umsonst ausgegeben haben; das praktisch leere Museum entschädigt dafür. Wir schlendern durch die Räume bis zu den berühmten Gemälden von Raffael. In aller Ruhe schauen wir uns ausführlich die Bilder an und wandern ungestört in den Räumen umher. Danach geht es in die Sixtinische Kapelle, auch hier ist viel Platz und man kann in Ruhe die berühmten Gemälde betrachten. Nach einigen Stunden machen wir uns, völlig erschlagen von soviel Kunst an einem Tag, auf den Weg zurück in unser Hotel. Nur unser „Reiseleiter“ bleibt bis zur Schließung des Museums dort, ein Student der Kunstgeschichte bekommt schließlich nie genug von solchen Kostbarkeiten.

Am Abend teilte sich unsere kleine Reisegruppe dann, die einen gingen in ein vegetarisches Restaurant in der Nähe des Piaza del Popolo, die anderen gingen shoppen in Rom. Da direkt vom Piaza aus eine der schönsten Einkaufsstraßen beginnt, arbeiteten wir uns durch viele Geschäfte und waren bemüht, nicht zuviel Geld in den Geschäften von Rom zu lassen. Leider regnete es zum Teil sehr stark, so dass wir bald gezwungen waren, in unser Hotel zurückzukehren. Die sonst überall vertretenen Rosenverkäufer, und Spielzeugverkäufer hatten sich der Situation schnell angepasst und wurden zu Regenschirmverkäufern. Da wir aber schon nass waren und unser Hotel nicht weit entfernt war. kauften wir keinen der überteuerten Billigschirme.

Lateran RomUnsern vierten Tag in Rom wollten wir eigentlich ganz den alten Römern widmen. Jedoch machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Da lt. Wetterbericht ab Mittag der Regen aufhören sollte, zogen wir für den Vormittag Kirchen mit Dach dem unüberdachten Coloseum und   Forum Romanum vor. So fuhren wir mit der U-Bahn bis zum Colosseum, gingen dann aber zu Fuß weiter zur nahe gelegenen Kirche St. Klemens – San Clemente. Diese Kirche wurde erstmals bereits Ende des 4. Jahrhunderts erwähnt und ist sicherlich künstlerisch und archäologisch eine der interessantesten Kirchen in Rom. Berühmt ist das Mosaik in der Apsis aus dem 12. Jahrhundert. Die jetzige Basilika ist im 12.Jahrhundert zum Teil auf den Grundmauern der alten Kirche errichtet worden. Bei Ausgrabungen im vergangen Jahrhundert wurden die darunter liegenden Räume wieder freigelegt. So kann man also heute unter der Basilika zwei Stockwerke in die Geschichte hinabsteigen. Ganz unten liegen Wohnhäuser und ein Mitrastempel aus der kaiserlichen und republikanischen Zeit. Darüber ist zum Teil das ursprüngliche Kirchenschiff zu sehen, auch einige alte Fresken haben die lange Zeit überdauert. St. Clemente ist ein lohnender Besuch in die Römische Vergangenheit.  Nach St. Clemente sind wir noch weiter zum Lateran und zur daneben liegenden Taufkapelle.  Der Obelisk des Laterans ist der höchste der 13 Obelisken in Rom. Die Kirche St. Johann im Lateran, kurz einfach meist nur der Lateran genannt, ist die Stammkirche Roms. Bis 1309 war sie die Residenz der Päpste. Die erste Kirche im Lateran wurde im 4. Jahrhundert erbaut, der jetzige Bau geht auf das 17. Jahrhundert zurück. Die Lateran Kirche ist ein fünfschiffige Basilika die alleine schon durch ihre Größe beeindruckt. Sehenswert ist auch der Kreuzgang aus dem 13. Jahrhundert. Die 36 m langen Säulengänge gelten als eine der schönsten Roms. San Giovanni in Laterano, wie die Kirche auf Italienisch heißt ist die ranghöchste der sieben Pilgerkirchen in Rom. Die gewaltigen Türen des Hauptportal kommen von der Kurie auf dem Forum Romanum. Rechts neben dem Hauptportal ist die Heilige Pforte des Laterans. Diese Türe ist von außen zugemauert und wird wie die Heilige Pforte im Petersdom nur alle 25 Jahre – im heiligen Jahr geöffnet.  Zum Schluss unseres Besuches des Laterans  waren wir noch im Baptisterim des Lateran, der von Konstantin errichteten achteckigen Taufkapelle des Lateran. Die heilige Treppe konnten wir leider nicht besichtigen, da die Römer pünktlich um 12.00 ihre Sehenswürdigkeiten zur Mittagspause schließen. Mittlerweile hatte sich aber schon die Sonne durch die Wolken gekämpft und wir konnten unseren eigentlichen Tagesplan beginnen – die Besichtigung des alten Roms.
ColosseumMit dem Bus fuhren wir zurück zum Colosseum, auch hier zeigte sich wieder, dass unsere Reisezeit sehr günstig war, keine Menschenmenge, kein anstehen. Das riesengroße Amphitheater, dessen Bau im Jahr 72 n Chr. von Vespasian begonnen wurde lässt auch heute noch den alten Glanz erahnen. In nur fünf Jahren Bauzeit wurde der 188 m lange und 156 m breite Bau errichtet. Es hatte eine Höhe von 49 m. Das Kolosseum konnte wohl bis zu 73.000 Besucher fassen.  In aller Ruhe besichtigten wir die gewaltigen Mauern und Bogengänge und schauten von den oberen Rängen in die große Arena des Theaters. In den Resten des ehemals rundherum laufenden Ganges ist ein interessantes Museum untergebracht anhand dessen man die Geschichte und Nutzung des Kolosseums nachvollziehen kann. Da wir durch das schlechte Wetter leider nicht so viel Zeit hatten wie geplant, mussten wir das Colosseum bald verlassen. Wir beschlossen, in einem direkt am Colosseum gelegenen Restaurant eine Kleinigkeit zu essen. Auch wenn wir natürlich mit einem deutlichen Preiszuschlag für die Aussicht rechneten, verschlug es uns dann doch die Sprache. Ein Kaffee, oder eine kleine Cola  6,-- Euro. Für 5 einfache Getränke und 4 kleine Snacks zahlten wir fast 81,-- Euro.  Vorbei am berühmten Triumphbogen des Konstantin ging es jetzt zum Palatin und zum Forum Romanum. Da es bereits 15.00 Uhr war blieb uns nicht mehr viel Zeit für die riesige Fläche und die vielen Ausgrabungen des antiken Roms. Der Palatin war die Wiege Roms, wir heben aber leider nicht die erforderliche Zeit für  diesen berühmten und sicher sehr interessanten Hügel. Auf dem Palatin wurden im Lauf der Jahrhunderte immer wieder Paläste abgerissen und neue Gebäude über den alten Fundamenten erbaut. Wir laufen durch die Keller des Plastes von Kaiser Augustus und durch die unterirdischen Gänge des Hadrian Palastes. An der Oberfläche haben wir aber nicht mehr Zeit die einzelnen Ruinen genauer zu betrachten. Lediglich das Stadion des Domitian sehen wir uns in Ruhe an, da wir dazu wieder sehr schöne Bilder mit Rekonstruktionen haben. Obwohl das Stadium mit 160 m Länge und 48 m Breite viel kleiner ist, als der berühmte Circus Maximus, ist es dennoch eine beeindruckende Anlage. Leider werden wir es wohl nicht  mehr schaffen den Circus Maximus zu besichtigen.  Schnell verlassen wir also den Palatin und eilen hinunter in das Forum Romanum.  Forum Romanum ist die Bezeichnung für die Gesamtheit der Ausgrabungen zwischen dem Kapitol, den Kaiserforen, dem Colosseum und dem Palatin. Als erstes gehen wir zum Triumphbogen des Titus dessen Reliefs an die Einnahme Jerusalems erinnert. Von dort geht es weiter zum Tempel der Venus und Roma. Und dann zu den Resten der Basilika des Maxentius. Hier halten wir uns wieder länger auf und lassen uns wieder anhand von Zeichnungen in die alte Zeit zurückführen. Die riesige Basilika des Maxentius wird auch Konstantin Basilika genannt. Sie wurde von Maxintius begonnen und von Konstantin fertig gestellt. Dieses Bauwerk veranschaulicht sehr schön die einstige Größe Roms. Stehen geblieben sind ja nur drei Bögen des nördlichen Seitenschiffes. Diese lassen die einstige Größe nur erahnen. Man glaubt dass der großartige Bau aus dem 4. Jahrhundert zum Bau der neuen Peterskirche inspiriert habe. Danach geht es weiter zum Vestatempel und zum Haus der Vestalinen. Von hier hat man auch einen schönen Blick auf den Saturntempel, den Triumphbogen des Septimius Severus, die Basilika Aemilia, das Tabularium und die Kurie. Nachdem wir von hier aus noch einmal in die alte Welt des Forum Romanums eingetaucht sind machen wir uns noch auf dem Weg zur Kurie. Wir sind der Meinung, dass das Forum erst um 17.00 Uhr geschlossen wird, werden jedoch kurz vor der Kurie eines besseren belehrt. Unerbittlich werden die Besucher zum nächsten Ausgang geführt. TrajansmärkteUns bleibt aus der Nähe nur ein kurzer Blick von außen auf die Kurie. Etwas enttäuscht verlassen wir das Forum Romanum am Ausgang bei den Trajansmärkten. Von außen werfen wir noch einen Blick auf das Forum des Julius Cäsars und gehen dann hinüber zu den Trajansmärkten, die zum Glück außerhalb des eingezäunten Geländes liegen. Wir besichtigen also noch das Trajansforum, die Märkte des Trajan und die Tempel des Mars Ultor. Man kann zwar nicht direkt auf dieses Ausgrabungsgelände, jedoch liegt es etwas tiefer und ist von Aussichtsplattformen aus gut einzusehen.  Als wir das Forum Romanum verlassen dämmert es schon. Wir laufen vorbei am Monumeto Nazionale a Vittorio Emanuele, das Denkmal von Viktor Emanuel – im Volksmund auch Schreibmaschine genannt. Ein pompöses Bauwerk das von 1885 bis 1911 erbaut wurde. Wir haben aber keine Zeit mehr, das Monument zu besichtigen, vor allem das auf dem Dach gelegene Cafe mit herrlicher Aussichtsterrasse ist  sicher einen Besuch wert. So laufen wir also über den Piazza Venezia und fahren mit Bus und U-Bahn zurück zu unserem Hotel. Am Abend besuchen wir ein sehr gutes Fischrestaurant, direkt gegenüber unseres Hotels River Palace in der Via Flaminia. 

Kuppel der Kirche Sant`Ignazio di Lyola in Campo MarzioUnser fünfter und letzter Tag in Rom ist nur noch ein halber Tag, am Abend um 17.30 Uhr geht ja unser Lufthansa Flug nach München. Wir wollen noch mal zum Pantheon, da wir ja bei unserem ersten Besuch am Samstagabend wegen eines Gottesdienstes nicht in das Innere der Kirche konnten. Außerdem möchten wir noch den Ara Pacis besichtigen, an dem wir nun schon zweimal vorbeigelaufen sind. Nachdem wir unsere Zimmer geräumt und die Koffer im Hotel untergestellt haben, laufen wir zum letzten mal über den Piaza del Popolo und weiter zum Pantheon. Heute ist kein Gottesdienst und wir können in Ruhe das Innere des großen Kuppelbaues besichtigen. Wir schauen nach oben wo in 43,4 m Höhe Licht und Luft in die darunter liegende Halle fällt. Sonst hat das Pantheon keine Fenster; diese Öffnung lässt aber genügend Licht in den Innenraum. Das Pantheon ist das am besten erhaltene antike Bauwerk in Rom. Im Rund sind sieben Nischen verteilt in denen früher Statuen standen, heute sind nur noch die antiken Säulen erhalten. Die Nischen sind heute die Gräber von Königen und Künstlern. Unter anderem ist hier das Grab des berühmten Malers Raffaels.  Da wir noch genügend Zeit haben beschließen wir noch die 250 m entfernte Kirche des Hl. Ignatius, Sant`Ignazio di Lyola in Campo Marzio. Diese im barocken Stil erbaute Kirche ist Grabstätte für drei Heilige und für einen Papst. Berühmt ist die Kirche jedoch wegen seiner Freskogemälde. Die von Andrea Pozzo bis 1685 erstellten Fresken sind ein wahres Meisterwerk der Quadraturmalerei. Durch eine Marmorplatte ist die Stelle gekennzeichnet von der aus das Deckenfresko im Mittelschiff am besten wirkt. Es ist die Apotheose des Heiligen Ingnatius dargestellt. Durch die perspektivische Malerei soll einem der Eindruck vermittelt werden, dass das Gebäude viel Höher ist als dies in Wirklichkeit  der Fall ist. Der Blick nach oben in den Himmel scheint schier unendlich zu sein. Es ist tatsächlich schwer zu unterscheiden, wo die reale Architektur endet und wo das Bild anfängt. Auch die Figuren scheinen zum Teil aus dem Bild herauszukommen und nach einem zu greifen. Die Kuppel der Kirche sollte ursprünglich viel höher gebaut werden: als dies nicht durchzuführen war, hat man ebenfalls durch ein bemerkenswertes Deckenfresko zumindest optisch eine hohe Kuppel geschaffen. Bei der Kuppel ist Wirklichkeit und Illusion besonders schön zu sehen. Schaut man vom Mittelschiff aus in die Kuppel, so erscheint die perfekte Illusion einer hohen Kuppel. Geht man dann aber vor, bis unter die Kuppel, und schaut nach oben, so ist ein total verzerrtes Bild zu sehen. Auch das Deckenfresko des Mittelschiffes sollte man sich von vorne ansehen, auch hier kippen auf einmal die Säulen um und die ganze Perspektive ist verzerrt.  Auch wenn man schon viele Kirchen in Rom besichtigt hat, ist die Kirche des heiligen Ignatius wegen dieser beeindruckenden Gemälde auf jeden Fall einen Besuch wert. Wir können uns nur schwer von den faszinierenden Bildern lösen, da man immer wieder herrliche Details entdeckt. Schließlich drängt aber die Zeit und wir müssen los zu unserer letzten Station in Rom, dem Altar der Friedensgöttin des Augustus – dem Ara Pacis. Ara PacisDer Ara Pacis wurde 1938 wieder aufgebaut. Ursprünglich wurde er im Jahr 13 v. Chr von Kaiser Augustus errichtet um den wieder hergestellten Frieden zu feiern. Heute ist der Ara Pacis in einem sehr schönen, mit viel Glas gebauten Museum zu sehen. Das Gebäude wurde erst 2006 eröffnet und steht auf dem ehemaligen Gelände des Marsfeldes, deshalb befasst sich ein Teil des Museums auch mit dem Marsfeld. Neben dem Museum liegt das Augustus Mausoleum, dieses ist jedoch nicht vollständig ausgegraben oder renoviert, so dass man es nur von außen Besichtigen kann. Der Ara Pacis des Augustus ist mit herrlichen Reliefs verziert und in Originalgröße wiederaufgebaut. Die Fundstücke des Reliefs wurden leider zum Teil auch an Museen und Kunstsammler verkauft, so dass heute nicht alle erhaltenen Stücke am Ara Pacis im Original zu sehen sind. Im Museum gibt es eine sehr gute Computeranimation auf der die Geschichte und auch die Wiederherstellung des Ara Pacis sehr gut dargestellt ist. Hier lässt sich per Mausklick nachvollziehen welche Stücke wann und wo gefunden wurden und wie das große Puzzle schließlich wieder zusammengesetzt wurde. Um 14.00 Uhr wird es für uns Zeit zum Hotel zu fahren, die Koffer zu holen und mit dem Shuttleservice vom Hotel fahren wir um 15.00 Uhr verlassen wir Rom und fahren zum Flughafen Leonardo da Vinci.
Nach der Landung am Flughafen München endet unsere Kurzreise nach Rom...

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Besten Dank für die Bilder an unsere Mitreisenden Hans-Peter Kern und  Rudolf Held unserem "Reiseleiter". Die Bilder unterliegen deren Copyright.

 

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